Dieser Artikel ist Teil der Serie YourPrivacy.
Zuletzt aktualisiert: 08.12.2016

Datenschutz fängt mit der richtigen Grundeinstellung an. Bevor man anfängt, Browser zu wechseln, Passwortmanager zu nutzen oder sogar zu einem neuen Email Provider umzieht, geht es in diesem Artikel um die richtige Einstellung zu seiner Privatsphäre und seinen Daten.

Die richtige Grundeinstellung

Allein mit der richtigen Grundeinstellung kann man bereits dafür sorgen, dass die eigenen Daten auch nicht in den falschen Händen landen. Oft kommt man in die Situation, dass man irgendwo Informationen über sich selbst preisgeben soll. Grundsätzlich hilft es, in diesen Situationen skeptisch zu bleiben und „nicht einfach zu machen“. Stelle dir also die folgenden Fragen, wenn du das nächste Mal irgendwo deinen Namen, deine Adresse, dein Geburtsdatum oder andere Informationen angeben sollst:

Brauche ich das jetzt wirklich?

Egal, ob Gewinnspiel im Fernsehen, Kauf in einem Onlineshop oder ein interessanter Newsletter: man sollte sich stets die Frage stellen, ob man diese neue Sache jetzt wirklich braucht und ob es nicht Alternativen gibt. Natürlich kommt man zum Beispiel beim Abschluss eines Mobilfunkvertrages nicht daran vorbei, Name, Adresse und Geburtsdatum anzugeben.
Geht es aber um Gewinnspiele, bei denen man auf ein mal eine ganze Reihe von Informationen angeben soll, dann sollte man sich diese Frage ganz besonders stellen, da hier meist in unverständlichen AGBs vermerkt ist, dass alle Daten an Dritte für Werbung und ähnliches weitergegeben werden.

Denn man bekommt nie etwas einfach so geschenkt! Wenn man nicht mit Geld zahlt, zahlt man mit Aufmerksamkeit, einem Like bei Facebook oder eben seinen eigenen Daten. Mehr hierzu folgt später im Artikel „Das Google-Syndrom“.

Muss ich diese Informationen angeben?

Hierbei geht es darum festzustellen, ob bestimmte Informationen angegeben werden müssen, oder ob sie optional sind. Es gilt hierbei stets der Grundsatz: weniger ist mehr. Wenn bestimmte Informationen nicht unbedingt eingegeben werden müssen, warum sollte man sie dann auch angeben und somit einem Fremden Informationen über sich zu verraten.
Bei Formularen im Internet hat es sich eingebürgert, dass benötigte Felder mit einem Sternchen (*) markiert werden.

Kann ich auch falsche Informationen angeben?

Soweit es sich nicht um ein vertragliches Dokument handelt sollte man sich stets darüber informieren, ob die Angabe falscher Daten überhaupt erlaubt ist oder sogar rechtliche Konsequenzen hat. In der Regel ist es jedoch kein Problem, wenn man zum Beispiel bei der Anmeldung bei einem sozialen Netzwerk einen falschen Namen oder ein falsches Geburtsdatum angibt.

Bei dieser Frage ist natürlich grundsätzlich Vorsicht geboten, ganz besonders bei Online-Käufen sollte man verständlicherweise davon absehen, falsche Informationen anzugeben.

Anonymität und Pseudonymität

Was diese beiden Begriffe bedeuten habe ich bereits erklärt. Das man wirklich anonym unterwegs sein wird halte ich für unwahrscheinlich, zumal die wenigstens wirklich Grund dazu haben werden, sich anonym im Internet zu bewegen. Es ist eher davon auszugehen, dass wir uns mit der Hilfe eines Pseudonyms wie xXstroneCrusherXx oder Minimi_Mouse im Internet bewegen. In der Regel ist es relativ einfach, die Identität der entsprechenden Person herauszufinden oder zumindest einzuschränken. Grundsätzlich ist dies aber immer noch sicherer, als gleich mit seinem vollständigen Namen anzumelden.

Grundsätzlich rate ich auch davon ab, das Geburtsjahr mit in den Benutzernamen aufzunehmen. Es ist leider gängige Praxis, Pseudonyme wie derMax92 zu verwenden. Man muss kein Datenforensiker zu sein um zu ahnen, dass es sich bei der 92 um das Geburtsjahr 1992 handelt.