Dieser Artikel ist Teil der Serie YourPrivacy.
Zuletzt aktualisiert: 05.06.2017

In diesem zweiten Teil werde ich zwei kleinere Themen ansprechen: die Registrierung auf Webseiten sowie Online Shopping.

Verhalten bei Registrierungen

Ständig muss man sich bei diversen Diensten im Internet anmelden, um sie nutzen zu können. Ob das nun Onlineshops, soziale Netzwerke oder kleine Dienste sind, alle haben eins gemeinsam. Wenn du dich registrierst, übermittelst du gleich einen ganzen Haufen Daten an die entsprechende Seite. Je größer das Registrierungsformular, desto schlimmer. Hier gilt weiterhin der Grundsatz: weniger ist mehr!

Du sollst deine Adresse, Geburtsdatum oder Lieblingshobbies angeben, obwohl du nur eine Frage zu einer software stellen möchtest? Dann probiere entweder, die Anmeldung ohne diese Daten abzuschließen, oder lass es einfach gleich sein. Denn im schlimmsten Fall, wird die Webseite gehackt, alle Daten geklaut und dann zu Schleuderpreisen verscherbelt. Und auch du willst sicher nicht, dass für die Möglichkeit, eine Frage zu stellen, deine Adresse in die falschen Hände fällt.

Achtung! Egal wo du ein Passwort eingeben musst: verwende immer https://! Seiten, die kein Login über https:// anbieten, in jedem Fall meiden. Dein Passwort wird hier nämlich unverschlüsselt über das Internet übertragen! Das ist besonders gefährlich, wenn du dein Passwort bei mehreren Webseiten nutzt.

Onlineshops und sonstige Einkäufe

Online seine Einkäufe zu tätigen ist einfach und bequem. Aber auch hier bestehen dutzende Gefahren für dich. Wenn du etwas online bestellst, bezahlst und der Artikel dann einfach nicht ankommt und der Shop wenige Wochen später samt deinem Geld verschwunden ist, ist noch mit das geringste Übel.

Die große Gefahr lauert hier ähnlich wie bei den Registrierungen bei der Masse an Daten, die du normalerweise angeben sollst. Und in der Regel machst du dir hierbei keine Gedanken, denn man muss ja schließlich seine Adresse angeben, um den Artikel überhaupt erhalten zu können.

Seriöse Onlineshops unterscheiden sich von unseriösen Shops durch eine Reihe von Merkmalen:

  • Händler müssen von Rechtswegen ein Impressum samt Handelsregisternummer bereitstellen. Ist weder Impressum noch die Handelsregisternummer vorhanden, bitte sofort die Webseite verlassen.
  • In der Regel sagt die Aufmachung einer Webseite schon viel über den Betreiber aus. Sieht sie zum Beispiel nicht nur schrecklich aus sondern ist mitunter gar nicht richtig übersetzt oder enthält übermäßig viele Rechtschreibfehler? Dann handelt es sich wahrscheinlich um keinen seriösen Shop.
  • Sonderangebote, die einfach zu gut sind, um wahr zu sein. Ist die Designer Handtasche von 500 Euro auf 50 Euro reduziert, obwohl sie normalerweise nie weniger als 400 Euro gekostet hat? Finger weg und lieber das Geld sparen!

Zusammenfassung

  • Sofern verfügbar, immer über https:// surfen.
  • Datenschutzerklärungen zumindest überfliegen und nach den 5 Fragen prüfen.
  • Bei Anmeldungen so wenig Daten wie nötig angeben. Passwörter nur auf Seiten mit https:// eingeben.
  • Onlineshops müssen Impressum und Handelsregisternummer angeben. Fehlt eines, dann woanders kaufen.
  • Bei Downloads die kritischen Kategorien im Hinterkopf behalten.
  • Downloads generell nur von bekannten oder renommierten Anbietern wie Heise.de durchführen.
  • Startet ein Download automatisch? Abbrechen und die Seite verlassen. Malware-Gefahr!