Die Ereignisse in Japan sind erschreckend. Eine der führenden Industrienationen der Welt, ein Land mit Metropolen, Gastfreundlichkeit und Fortschritt, versinkt unter der Last der Natur im Chaos. Neben den gewaltigen Schäden allein durch das Erdbeben (Stärke 9,0) hat die nachfolgende Flut hunderttausende Obdachlos gemacht und unschätzbare Schäden hinterlassen. Doch – und das ist das derzeit brisanteste Thema – ganz besonders die Atomkraftwerke stehen im Mittelpunkt sämtlicher Medien.

Erinnerungen an ein schreckliches Ereignis

Durch die starke Beschädigung der Atomkraftwerke, ganz besonders des AKW Fukushima, herrscht Ausnahmezustand. Die Gefahr vor einer nuklearen Katastrophe wächst mit jeder Minute. Und mit jeder Minute werden weitere Erinnerungen an ein lang zurückliegendes Ereignis wach: Tschernobyl. Seit dem Reaktorunfall und dem anschließenden Super-GAU im April 1986 ist eine Fläche von fast 5.000 Quadratkilometern rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl militärische Sperrzone, Prypiat als ehemalige 20.000-Einwohner-Stadt ist leergefegt und verlassen und weite Teile Osteuropas haben heute noch mit mit radioaktivem Jod und Cäsium versuchten Boden zu kämpfen. Tschernobyl gilt als eins der schlimmsten Unfälle unserer Zeitgeschichte, die allein durch menschliches Versagen und technische Fehler verursacht wurden.

Hundertausende Menschen sind durch die Katastrophe von Tschernobyl schwer krank, eine ungefähre Zahl der Todesopfer ist bis jetzt nicht nennbar, Experten gehen von Zahlen von 20.000 – 80.000 Toten aus. Das ein solches Unglück eventuell über Japan hinwegfegen soll kann man sich kaum vorstellen, jedoch bestehlt nach wie vor das Risiko, sofern nicht schnell und gewissenhaft gehandelt wird.


Eine Naturkatastrophe treibt die Besucherzahlen in die Höhe

Um ehrlich zu sein habe ich die Meldungen nur nebenbei verfolgt, mir war aber durchaus bewusst welches Risiko dort für Japan bestand beziehungsweise immer noch besteht. Wir können natürlich nur hoffen, dass wir von einem japanischen Remake des Frühjahrs 1986 verschont bleiben. Die Folgen wären nicht auszudenken, ganz abgesehen vom finanziellen Schaden, einer erneuten Krise in der Weltwirtschaft. Viel verheerender wären die Auswirkungen auf die Bevölkerung Japans.

Dass das Unglück von Japan jedoch solch einen Sturm auf das Thema Tschernobyl auf den Plan ruft hätte ich nicht vermutet. So staunte ich nicht schlecht als ich heute bei Google Analytics Zahlen von über 6.000 Besuchern lesen konnte. Allein 5000 Besucher interessierten sich dabei für das Thema Tschernobyl Heute. Eine Seite vollgepackt mit kleinen Infos rund um das heutige Geschehen in der Zone.

Dies ist – auch wenn mit traurigem Hintergrund – ein enormer Erfolg, ich bin froh das sich die Leute auf meiner Webseite ordentlich, schnell und ausreichend informieren können.